Waffenrecht : Unzuverlässigkeit bei Schussabgabe durch Hund

Was nach einer Schlagzeile aus der Zeitung mit den 4 Buchstaben klingt, hat einen ernsten waffenrechtlichen Hintergrund: Jäger sind von Gesetz aus priviligiert, was das Führen von Waffen angeht. Nicht nur bei der Jagdausübung, sondern auch auf dem (direkten) Weg ins Revier dürfen Waffen geführt werden. Sogar geladen. Lediglich in Kraftfahrzeugen schreiben die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften vor, dass die Waffe nicht geladen sein darf. Das wurde einem Jäger zum Verhängnis. Der Bayerische VGH hat am 16.05.2018 (21 CS 18.72) die Entscheidung der Vorinstanz im Eilverfahren bestätigt, dass sich der Jäger als unzuverlässig im Sinne des § 5 I Nr. 2 b) WaffG erweist, wenn er es an einem vorsichtigen Umgang mit Waffen fehlen lässt. Was war passiert? Der Jäger hatte eine geladene Waffe im Auto aufbewahrt. Vermutlich hatte der Jagdhund einen Schuss ausgelöst, der den Jäger am Arm traf. Die Entscheidung der Behörde: Waffenbesitzkarte und Jagdschein sind weg!